Böllern zu Silvestern

So ist das Gehör geschützt

am 20. Dezember 2017

Unmengen an Raketen und Böllern werden jedes Jahr zu Silvester in Deutschland gezündet: 2016 betrug der Umsatz mit Feuerwerksartikeln rund 137 Millionen Euro. Doch das farbenfrohe Spektakel hat auch seine Schattenseiten. Durch unsachgemäße Handhabung und illegale Böller, die mehr als die erlaubte Menge Sprengpulver enthalten, werden jedes Jahr tausende Menschen verletzt. Neben Brand- und Wundverletzungen treten Hörschädigungen besonders häufig auf. Laut der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) erleiden jährlich über 8.000 Menschen bei den Feiern ins neue Jahr Verletzungen des Innenohrs.

Grund für die Verletzungen können ein Knalltrauma oder ein Explosionstrauma sein. Beide werden durch großen Schalldruck oder Detonationsdruck verursacht. Beim Knalltrauma werden die Haarzellen im Innenohr verletzt. Das Explosionstrauma belastet und verletzt in schwereren Fällen das Trommelfell und die Gehörknöchelchen, unter Umständen auch die Haarzellen. Lautstärken ab 130 Dezibel können ein Knalltrauma auslösen, ein Donnerschlag und ähnliche Böller entwickeln aber durchaus 150 Dezibel.

Auch wenn die Ohren sich in vielen Fällen selbst von Lärmbelastungen erholen, sollte unbedingt ein HNO-Arzt konsultiert werden, sobald ein Knall- oder Explosionstrauma vermutet wird.

Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet

Kinder und Jugendliche böllern gern – und sind besonders gefährdet. Denn sie können die Gefahren eines lauten Knalls nicht richtig einschätzen, und ihr Gehör ist empfindlicher als bei Erwachsenen, da sich das Hörvermögen noch ausbildet.

Die beste Absicherung bietet Hörschutz – entweder in der Standardausführung als Ohrstöpsel oder als angepasster Individualhörschutz.

 

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