Hörgeräte – ein Vergleich der Typen und Ausstattung lohnt sich

Design- und Komfortoptionen für Hörlösungen

am 14. September 2017

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Typen von Hörgeräten: Beim Vergleich der Produktarten wird der Hörakustiker Sie umfassend beraten – über die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Kosten. Auf Basis Ihres individuellen Hörbedarfs unterbreitet er eine professionelle Empfehlung für optimale Hörgeräte.

Das Grundprinzip aller Hörgeräte ist identisch

Im Aufbau setzen sich alle Hörgeräte aus den gleichen Komponenten zusammen: Mikrofon, Soundprozessor und Lautsprecher. Über das Mikrofon wird der Schall aufgefangen und über den Soundprozessor den individuellen Bedürfnissen des Trägers angepasst. Anschließend gibt der Lautsprecher den Schall entsprechend wieder.

Heute arbeiten alle Hörgeräte digital. Im Soundprozessor sitzt ein Mikrochip, der gemäß des Hörprofils des Trägers die empfangenen Geräusche und Töne anpasst. Dabei werden die Frequenzen, die nicht mehr optimal wahrgenommen werden, gezielt verstärkt.

 

Die beiden Haupttypen von Hörgeräten

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Hörgeräten: Hinter-dem-Ohr- und Im-Ohr-Hörgeräte.

  • Wie der Name nahelegt, befindet sich bei Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten das Gehäuse mit Mikrofon, Soundprozessor und Lautsprecher hinter der Ohrmuschel. Ein kleiner Schlauch leitet den verstärkten Schall zu einem maßgefertigten Ohrpassstück im Gehörgang.

Die modifizierte Bauform für Hinter-dem-Ohr-Modelle arbeitet mit einem externen Hörer (Lautsprecher). Mikrofon und Soundprozessor sind im Gehäuse untergebracht, das hinter dem Ohr getragen wird. Der Lautsprecher ist im Ohrpassstück direkt im Gehörgang positioniert. Er erhält die angepassten Klanginformationen über ein dünnes Kabel. Der direkt im Gehörgang sitzende Lautsprecher erzeugt einen besseren Klang, und die Kabel sind wesentlicher unauffälliger als die Schläuche der herkömmlichen Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte.

  • Im-Ohr-Geräte vereinen alle Komponenten in einem maßgefertigten Gehäuse, das im Gehörgang getragen wird – nahezu unsichtbar. Allerdings sind sie nicht für alle Gehörgänge geeignet, Gehörgänge sind anatomisch von Mensch zu Mensch verschieden.

 

Hörgeräte – ein Vergleich der möglichen Zusatzoptionen empfiehlt sich

Die Standardversorgung mit Hörgeräten, die vollständig von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen wird, ermöglicht bereits bestmögliches Hören in allen wichtigen Situationen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, sich über zusätzliche Komfort- und Design-Optionen zu informieren. So lässt sich beim Design zwischen besonders dezenten Modellen und Hörlösungen mit außergewöhnlich gutem ergonomischen Halt wählen. Auch äußerst kleine Im-Ohr-Hörgeräte sind erhältlich.

Komfort-Optionen können die technische Ausstattung eines Hörgeräts erweitern. Es lässt sich beispielsweise eine automatische Richtwirkung integrieren, die in geräuschvoller Umgebung Hintergrundgeräusche reduziert und die Stimme des Gesprächspartners hervorhebt. Das automatische Erkennen von Hörsituationen bei gleichzeitiger Anpassung der Hörprogramme der Geräte ist programmierbar.

Sehr praktisch sind drahtlose Schnittstellen, über die sich Telefone, Musikanlagen und Fernsehgeräte direkt mit den Hörgeräten koppeln lassen. Die Einstellung der verschiedenen Modi der Hörgeräte per Smartphone-App ist ebenfalls möglich.

Die KIND Individual-Kollektion bietet eine Reihe solcher Optionen für Hörgeräte – ein Vergleich lohnt sich.