Zum Inhalt springen

An Taubheit grenzende Schwerhörigkeit

In Kürze

Eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit bedeutet, dass das Hörvermögen sehr stark eingeschränkt ist und Sprache im Alltag oft nur noch schwer verstanden wird. Das kann besonders in Gesprächen, am Telefon oder in lauter Umgebung belastend sein. Wichtig ist: Es gibt heute gute Möglichkeiten, das Hören zu erleichtern und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen. Je nach persönlicher Hörsituation können leistungsstarke Hörgeräte oder ein Cochlea-Implantat helfen. KIND begleitet Sie dabei verständlich, einfühlsam und Schritt für Schritt – mit einer Lösung, die zu Ihrem Leben passt.

An_Taubheit_grenzend_2880x1620

Grad der Schwerhörigkeit

Hörgeräte können eine große Bandbreite an Hörverlusten ausgleichen. In den meisten Fällen von Schwerhörigkeit hat das Hörvermögen eine Hörschwelle zwischen 25 bis 75 dB (als Hörschwelle wird jener Wert bezeichnet, ab dem der Betroffene einen Ton wahrnimmt; mit zunehmender Schwerhörigkeit verschiebt sie sich in den höheren Dezibel-Bereich). Nach der Einteilung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrifft das also geringgradige (26 – 40 dB, Kategorie 1), mittelgradige (41 – 60 dB, Kategorie 2) und hochgradige Schwerhörigkeit (61 – 80 dB, Kategorie 3).

In diesen drei Bereichen sind die Höreinschränkungen technisch noch hervorragend auszugleichen. Es gelingt eine ausreichende Verstärkung, damit der akustische Impuls wieder wahrgenommen wird, und die hochwertige Technik des Gerätes kann den Tönen zusätzlich die verloren gegangene Klarheit und Intensität zurückgeben. Störende Nebengeräusche werden ausgefiltert.

Hochleistungs-Hörlösungen können Töne sogar um mehr als 75 dB verstärken, sind also auch für Menschen mit an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit geeignet. Die technische Unterstützung des eingeschränkten Hörvermögens ist aber nur solange möglich, wie die verstärkten Impulse noch von der Hörbahn und dem Gehörsinn weiterverarbeitet werden können. In der WHO-Kategorie 4 – an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit mit einer Hörschwelle von über 81 dB – wird das jedoch zunehmend schwierig. Taubheit beginnt bei einer Hörschwelle von 120 dB.

 

Hörlösung oder Implantat?

Auf die Frage „Hörlösung oder Cochlea-Implantat“ gibt die erreichte Hörleistung eine Antwort: Spätestens dann, wenn das Innenohr und die Hörbahn durch altersbedingte Degeneration oder äußere Einwirkung so weit geschädigt sind, dass die vom Hörgerät verstärkten Impulse nicht mehr genügend gut verarbeiten werden können und sich mit Hörgeräten nur ein ungenügendes Sprachverstehen erzielen lässt, ist ein Cochlea-Implantat das Mittel der Wahl. Bei einem Cochlea-Implantat übernimmt ein eingepflanztes medizinisches Gerät die Funktion des geschädigten Innenohrs (lat. Cochlea) und überträgt anstelle der nicht mehr funktionierenden Haarzellen die Audiosignale an die Nerven der Hörbahn und an das Gehirn.

Diese elektronischen Signale werden von einem außen am Kopf oder Körper getragenen Soundprozessor in digitale Daten umgewandelt. Mittels einer Sendespule werden sie dann an das unter der Haut befindliche eigentliche Implantat weitergeleitet. In der Folge werden die digitalen Signale in elektrische Impulse umgewandelt, die die Hörnerven stimulieren und ans Gehirn weitergeleitet werden. Hier entsteht dann die Hörwahrnehmung.

 

Enge Kooperation mit dem Arzt

Die Hörakustiker von KIND werden mit Ihnen und für Sie immer die beste Hörlösung anstreben. Wenn sie Sie bereits länger begleiten und die Entwicklung Ihrer Hörverminderung kennen, können sie genau einschätzen, bis wann eine Hörverbesserung durch eine KIND Hörlösung möglich ist.

Wenn sich eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit entwickelt, steht der Hörakustiker bereits mit dem betreuenden Facharzt im Austausch. Gemeinsam schlagen Ihnen die beiden Experten dann die sinnvollen Schritte vor. Zu einem Cochlea-Implantat wird erst spät geraten, da es immer eine körperliche Belastung darstellt. Es kann allerdings das nahezu verlorene Hörvermögen wiederherstellen.

Disclaimer:
Die bereitgestellten Beiträge auf diesen Internetseiten dienen ausschließlich der allgemeinen Information zu Themen rund um die Hörakustik und dürfen nicht zum Zweck der Eigendiagnose verwendet werden. Sie sind nicht dazu geeignet, professionelle Beratungen, Untersuchungen und/oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte und/oder ggf. andere im Gesundheitswesen tätige Experten zu ersetzen und stellen keine Empfehlungen oder Bewertungen von Diagnose- oder Therapieverfahren dar. Bitte kontaktieren Sie bei individuellen Gesundheitsfragen und -problemen einen Arzt oder Experten. Wir sind bemüht, Informationen so aktuell und umfassend wie möglich zu recherchieren und zu präsentieren; eine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität oder eine Haftung für Schäden, die durch die Verwendung dieser Informationen entstehen, wird jedoch nicht übernommen. Die Haftung für die Inhalte externer Links ist ausgeschlossen.

online-hoertest_neu_1x1

Testen Sie Ihr Gehör bequem von Zuhause aus

Finden Sie heraus, wie gut Sie hören – ganz unkompliziert mit unserem Online-Hörtest. Sie benötigen Lautsprecher oder einen Kopfhörer.

FAQ - Fragen zur Thematik "an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit" im Überblick

Was bedeutet an Taubheit grenzend?

An Taubheit grenzend bedeutet, dass das Hören sehr stark eingeschränkt ist und sich nahe an Taubheit bewegt. Betroffene nehmen Sprache, Stimmen und Alltagsgeräusche oft nur noch mit großer Mühe wahr. Bei einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit ist daher eine fachärztliche Abklärung besonders wichtig, um die passende Unterstützung zu finden.

Woran erkenne ich eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit?

Typische Anzeichen sind große Schwierigkeiten beim Verstehen von Sprache, häufiges Nachfragen und Unsicherheit in Gesprächen. Auch Telefonate, Gespräche in größeren Gruppen oder Situationen mit Hintergrundgeräuschen können sehr anstrengend werden. Wenn das Hören eingeschränkt ist, sollten Sie zeitnah einen Hörtest machen lassen.

Können Hörgeräte bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit helfen?

Ja, moderne Hörgeräte können auch bei sehr starkem Hörverlust unterstützen, wenn das Gehör verstärkte Signale noch verarbeiten kann. Bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit ist eine besonders genaue Anpassung wichtig, damit Sprache und wichtige Alltagsgeräusche bestmöglich hörbar werden. KIND berät Sie persönlich und prüft gemeinsam mit Ihnen, welche Hörlösung zu Ihrem Alltag passt.

Wann kommt ein Cochlea-Implantat infrage?

Ein Cochlea-Implantat kann infrage kommen, wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichend helfen und Sprache kaum noch verstanden wird. Bei einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit wird diese Möglichkeit immer individuell durch HNO-Fachärztinnen und -Fachärzte geprüft. So lässt sich klären, ob ein Implantat das Hören und Verstehen im Alltag verbessern kann.

Welcher Pflegegrad ist bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit möglich?

Ein Pflegegrad wird nicht allein durch die Diagnose vergeben. Entscheidend ist, wie stark die an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit die Selbstständigkeit im Alltag einschränkt – zum Beispiel bei Kommunikation, Orientierung oder der täglichen Versorgung. Wer einen Pflegegrad beantragen möchte, sollte konkrete Alltagssituationen und den tatsächlichen Unterstützungsbedarf gut dokumentieren.

Was können Betroffene und Angehörige jetzt tun?

Lassen Sie Ihr Gehör prüfen, wenn Sie merken, dass das Verstehen im Alltag immer schwerer wird. Eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit sollte früh begleitet werden, damit passende Hilfen rechtzeitig eingesetzt werden können. KIND unterstützt Sie und Ihre Angehörigen mit verständlicher Beratung, moderner Hörtechnik und einem offenen Ohr für Ihre persönlichen Bedürfnisse.